FAQ

Was ist der Schallabsorptionsgrad?

Als Schallabsorptionsgrad a ist das Verhältnis von absorbierter zu auffallender Schallenergie definiert. Bei vollständiger Reflexion ist a=0, bei vollständiger Absorption ist a=1. Da der Schallabsorptionsgrad frequenzabhängig ist, erfolgt die Messung in Terzbandbreite im Frequenzbereich 100 bis 5000 Hz.

Worin liegen die grundlegenden Unterschiede zwischen Schaumstoffen auf Polyurethan-, Polyethylen- sowie Melamin-Basis?

Polyurethan-Schaumstoffe (PU) besitzen eine offenporige Struktur und werden daher als Akustikschäume zur Schallabsorption verwendet.

Polyethylen-Schaumstoffe (PE) dagegen besitzen eine geschlossenzellige Struktur mit guten thermischen Isolationseigenschaften. PE-Schaumstoffe finden aufgrund der Druckfestigkeit ebenfalls als Prallschutzmaterial im Fahrzeuginnenausbau Verwendung.

Weichschäume auf Basis von offenporigem Melaminschaumstoff sind gleichzeitig für die Wärmeisolation sowie für die Schallabsorption geeignet und besitzen sehr gute Brandschutzeigenschaften.

Worin liegt der Unterschied zwischen Akustikschäumen auf Polyether-Polyurethan - und Polyester-Polyurethan-Basis?

Polyether-Polyurethan-Akustikschäume kennzeichnen sich aus durch:
weicher Griff, sehr elastisch, feine, offenporige Struktur

Polyester-Polyurethan-Akustikschäume kennzeichnen sich aus durch:
fester Griff, grobe, offenporige Struktur und verfügen dadurch über einen etwas höheren Absorptionsgrad als Polyetherprodukte

Was bedeuten die verschiedenen Brandschutznormen?

Grundsätzlich sind alle unsere Schalldämmmaterialien zum Einsatz im Maschinen- und Fahrzeugbau nach DIN 75 200 bzw. FMVSS 302 geeignet.

Für die Verwendung im Schienenfahrzeugbau kommen nur Materialien mit der Zulassung nach DIN 5510-2 bzw. anderer nationaler Normen wie z.B. NF F 16-101 zum Tragen.

Die DIN 4102 wurde entwickelt, um das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen zu prüfen. Die Norm findet im Wesentlichen Anwendung bei Materialien, die als Teile von Gebäuden angesehen werden müssen, z.B. Wand- und Deckenverkleidungen.

Wie werden die Schalldämmmaterialien befestigt?

In den meisten Fällen werden die Materialien mit Hilfe ihres hochwertigen Selbstklebers aus Acrylat auf den Oberflächen dauerhaft befestigt.

Abhängig von der Montagesituation (z.B. horizontal hängend), dem Eigengewicht und den Umgebungsbedingungen ist es bei einigen Einsatzfällen erforderlich, die Schalldämmmaterialien zusätzlich mechanisch zu befestigen.

Bei pulverbeschichteten Oberflächen mit sogenanntem Lotuseffekt kann es zu Verklebeproblemen kommen. Sprechen Sie uns diesbezüglich an.

Schwerfolien ohne Selbstklebeeinrichtung werden aufgrund ihres hohen Eigengewichtes mit 2-K- Polyurethanklebstoff aus unserem Lieferprogramm dauerhaft befestigt.

Generell müssen unsere Verarbeitungshinweise beachtet werden.

Verarbeitungshinweise

Sind die Glasfaserprodukte gesundheitsgefährlich?

Wir setzen im Bereich künstliche Mineralfasern (KMF) ausschließlich Endlosfasern (Textilglasfasern) ein.

Die in unseren thermischen Isoliermaterialien zum Einsatz kommenden Endlosfasern werden aus geeigneten Rohstoffen im Düsenziehverfahren hergestellt und haben dadurch einen annähernd gleichmäßigen, meist runden Querschnitt, mit einem Faserdurchmesser 5 - 24 µ.

Sowohl nach deutschem als auch nach EU-Recht sind unsere Endlosfaserprodukte derzeit befreit von einer Einstufung in eine Kategorie von Gesundheitsgefährdung.

Durchaus kann es im Umgang mit unseren thermischen Isoliermaterialien zu Juckreizungen kommen. Verwenden Sie präventiv in der Weiterverarbeitung und Montage entsprechende Körperschutzmittel wie Staubmasken, Schutzbrillen, lange Arbeitshandschuhe, Handschutzcremen. Sprechen Sie Ihren zuständigen Beauftragten für Arbeitsschutz an!